Bekanntlich sind Klaus Rheinländer und ich als Unternehmer tätig. Darüber hinaus hat sich Klaus Rheinländer auch ehrenamtlich engagiert (u.a. als ehemaliger Vorsitzender des VfR Osterode). Ich organisiere seit über 35 Jahren (mit einem tollen Team) Europa´s größtes A-Junioren Hallenfußballturnier, das jährlich im Januar in der LOKHALLE stattfindet und bin 1. Vorsitzender des FC Grone. In der Vergangenheit habe ich mehrere öffentlich bekannte Turniere und Veranstaltungen organisiert und unterstützt, z.B. das WM Quartier 2006 mit Mexiko. Auch durch die ehrenamtlichen Aktivitäten stehen Klaus Rheinländer und ich auch im öffentlichen Focus. Vor diesem Hintergrund schadet uns das Vorgehen der o.g. 17 Beamten erheblich – geschäftlich und persönlich. Dagegen wehren wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, also konkret mit Strafanzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden. Um eine Beschleunigung der Aufklärung der Abläufe um die Erstellung/Unterzeichnung/Weitergabe des o.g. Anschuldigungsschreibens nebst Beweismaterial zu erreichen haben wir einem Teil der Verursacher dieser Intrige angeboten sich von den falschen Verdächtigungen zu distanzieren. Wir tun alles um eine Aufklärung herbeizuführen.
Die ganze Angelegenheit ist sehr komplex und es fällt Außenstehenden bestimmt sehr schwer den Sachverhalt zu verstehen. Mit diesen Informationen will ich dazu beitragen, dass jeder die Gelegenheit hat den Sachverhalt nachzuvollziehen und zu verstehen. Nachfolgend schildere ich den zeitlichen Ablauf, damit niemand nur auf die bisherige Berichterstattung angewiesen ist. Insbesondere das Göttinger Tageblatt berichtet in der Sache „Riethig“ sehr einseitig und tendenziös. Alle den Landrat eventuell entlastenden Tatsachen werden nämlich vom GT verschwiegen.
Gegen den Landrat haben mit Schreiben vom 23.02.2026 insgesamt 17 leitende Mitarbeiter der Kreisverwaltung insgesamt 22 Anschuldigungen formuliert, die belegen sollen, dass der Landrat gegen Dienstvorschriften verstoßen haben soll, die teilweise sogar Straftatbestände haben sollen. Das Schreiben an den Kreistag, dass nur allgemein formuliert war und keine konkreten Informationen enthält, haben die 16 Personen unterzeichnet, die ich bereits im März benannt habe. Das konkrete Anschuldigungsschreiben an das Innenministerium hat zusätzlich auch Frau Nina Winter unterschrieben, so dass es tatsächlich 17 Unterzeichner gibt. Darüber hinaus werfen diese 17 Mitarbeiter dem Landrat vor, dass sein Führungsverhalten ungebührlich sei und ihnen Angst macht und dass der Landrat Vetternwirtschaft betreibt. Konkret heißt es in der Einleitung „Oft genug veranlasst er (der Landrat) auch Vorgänge, die ihm persönlich nutzen oder Menschen, denen er sich verbunden fühlt“. In drei dieser Anschuldigungen werden Klaus Rheinländer und ich in der Art benannt und die Vorgänge so beschrieben, dass ein unbeteiligter Dritter zu der Annahme gelangen kann, dass es tatsächlich Vetternwirtschaft gegeben haben könnte. Die Darstellung der Anschuldigungen in diesen drei Fällen ist nicht zutreffend, es sind also falsche Tatsachenbehauptungen und somit falsche Verdächtigungen.
Vor diesem Hintergrund haben Herr Rheinländer und ich Dienstaufsichtsbeschwerde und Strafanzeigen gegen die 17 Unterzeichner des Schreibens vom 23.02.2026 aus der Landkreisverwaltung an das Innenministerium gestellt. Die von Herrn Rheinländer und mir beantragten Verfahren richten sich genau gegen diese 17 Mitarbeiter persönlich wegen „Geheimnisverrat“, „Verleumdung/üble Nachrede“, „falsche Verdächtigungen und Bildung einer kriminellen Vereinigung“ sowie mehreren dienstrechtlichen Verstößen. Die Staatsanwaltschaft hat mitgeteilt, dass verschiedene Strafverfahren (Stand 30.06.2026) unter den nachfolgenden Aktenzeichen geführt werden (Geheimnisverrat - NZS 402 Js 10703/26, üble Nachrede/Verleumdung – NZS 402 uJS 11185/26 , falsche Verdächtigungen und Bildung einer kriminellen Vereinigung – NZS 402 Js 18731/26), das dienstrechtliche Verfahren wird beim Innenministerium unter dem Aktenzeichen 32.24-03150-152-02 (02) geführt.
Hr. Rheinländer und ich haben einen Teil der 17 Mitarbeiter per Mail am 06.06.2026 kontaktiert, den aktuellen Sachverhalt aus unserer Sicht geschildert und für diejenige Person angeboten, die Ihre Anschuldigungen/Unterschrift zurückzieht, im Gegenzug unsere Anzeigen/Beschwerden gegen die jeweile Person zurückzuziehen. Wesentlicher Hintergrund ist unsere aktuelle Erkenntnis, dass der Großteil der Unterzeichner die erhobenen Anschuldigungen weder formuliert hat, noch genaue Kenntnis von den einzelnen Anschuldigungen hatte und erst recht nicht – gemäß der Pflichten als Beamter – die als Beweise zusammengestellten Unterlagen auf Vollständigkeit und sachliche Richtigkeit geprüft haben. Vielmehr sind die meisten Unterzeichner von wenigen Personen gedrängt/überredet worden sich den Anschuldigungen anzuschließen. Daher haben nach uns vorliegenden Erkenntnissen die meisten Unterzeichner die Anschuldigungen nicht aus eigenem Wissen oder selbst recherchierten Sachverhalten erhoben, sondern aus Gefälligkeit gegenüber ihren Vorgesetzten.
Diesen Sachverhalt über dieses Angebot haben wir am 13.06.2026 der stellvertretenden Kreisausschuss-Vorsitzenden per Mail zugeleitet und vorgeschlagen, dass der Kreisausschuss selbst seine Beamten auch über dieses Angebot in Kenntnis setzt. Insofern hat der Kreisausschuss (mit Vertretern der SPD, CDU, Grüne) genaue Kenntnis von diesem angebot.
Das betrifft vor allem auch die SPD. Die aktuelle Pressemitteilung des SPD-Unterbezirk ist daher weder aufrichtig noch inhaltlich zutreffend (Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Landkreis Göttingen ist Frau Irmgard Schönbach). Obwohl dem Göttinger Tageblatt diese Fakten auch bekannt sind wird unwidersprochen mit der SPD-Pressemitteilung berichtet. Unter der Leitung von GT-Chefredakteur Frerk Schenker haben offensichtlich auch bisher sehr versierte Redakteure ihre journalistische Qualität verloren. Der SPD-Unterbezirksvorstand versucht mit unseriösen Mitteln die Fakten zu verdrehen.
Die Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die 17 „Führungskräfte“ stammt von Anfang April 2026. Seitdem ist noch immer kein neutraler Ermittlungsführer festgelegt worden. SPD, CDU und Grüne im Kreistag haben daran auch kein wirkliches Interesse, schließlich will jede dieser Parteien seinen Dezernenten und Führungskräfte mit Parteizugehörigkeit schützen. Einzig die FDP hat bisher ernsthaft auf eine Aufklärung sämtlicher Vorgänge gedrängt. Aber gemäß Auskunft in der Kreistagssitzung vom 30.06.2026 des FDP-Fraktionsvorsitzenden hat die Kreisverwaltung Antworten auf Anfragen der FDP verweigert. Im Ergebnis hat der Kreistag/Kreisausschuss es bisher unterlassen tätig zu werden, obwohl dieses Verfahren gegen die 17 Beamten völlig getrennt vom Verfahren gegen den Landrat erfolgt.
Da der Kreistag/Kreisausschuss kein neutrales dienstrechtliches Ermittlungsverfahren gewährleisten kann haben wir die Innenministerin aufgefordert die Untersuchung der Vorkommnisse durch einen durch die Kommunalaufsicht des Innenministeriums bestimmten neutralen Ermittlers vornehmen zu lassen.
gez. Lutz Renneberg
